Was das ist, wann es Sinn ergibt und warum man es nur mit Steuerberater macht
Die Ehegattenschaukel ist kein „Standard-Thema“ für den ersten Immobilienkauf. Sie ist eine Strategie für Fortgeschrittene, wenn man schon ein oder mehrere Objekte hat und steuerlich optimieren will.
Die Grundidee – ganz einfach erklärt
Wenn du eine Immobilie kaufst, entsteht eine AfA-Basis (Gebäudewert). Über die Jahre wird dieser Wert abgeschrieben. Irgendwann ist das steuerliche Potenzial der AfA „ausgereizt“ (nicht komplett weg, aber die Optimierungsmöglichkeiten werden geringer).
Bei der Ehegattenschaukel wird die Immobilie innerhalb der Ehe „neu übertragen“, typischerweise durch Verkauf von Partner A an Partner B. Dadurch kann – je nach Gestaltung – eine neue AfA-Basis entstehen, die steuerliche Effekte erneut ermöglicht.
Das ist aber kein Trick, den man einfach „mal so“ macht. Es müssen sehr viele Punkte sauber geprüft werden, z. B.:
- Preisgestaltung / Fremdvergleich
- Finanzierung / Zahlungsfluss
- Notar und Grundbuch
- mögliche Grunderwerbsteuer-Themen je nach Gestaltung
- und vor allem: steuerliche Anerkennung
Deshalb gilt: Ehegattenschaukel immer nur mit einem Steuerberater, der Immobilien wirklich kann.
Wann könnte das sinnvoll sein?
Typisch dann, wenn:
- man mehrere Immobilien hat
- ein Partner sehr hohes Einkommen hat (hoher Grenzsteuersatz)
- man langfristig plant und optimieren will
-
man versteht, dass es ein strategischer Schritt ist, kein „Sofort-Boost“
Schritt-für-Schritt, wenn du das prüfen willst
- Mit Steuerberater klären, ob grundsätzlich sinnvoll
- Zahlenmodell rechnen: was bringt neue AfA wirklich?
- Rechtliche/Notar-Umsetzung planen
- Durchführung nur, wenn das Konzept sauber ist
Wende dich bei Fragen dazu gerne auch an uns über unser Portal.